--- Sex-Lexikon ---

Sex Lexikon: Erklärung und bedeutungen von Sex begriffen


Kaviar:

Als Kaviar (Koprophilie) bezeichnet man den sexuellen Lustgewinn durch menschlichen Kot bzw. dessen Ausscheidung. Die Erregung entsteht dabei beispielsweise durch das Beobachten des Ausscheidungsvorgangs, den Anblick von Kot oder auch durch direkten Körperkontakt. Auch das Aufhalten des Stuhlgangs bis zum Kontrollverlust und den dadurch entstehenden Gefühlen kann zum Lustgewinn führen. Solche Kotspiele können rein auto-erotisch oder mit einem hetero- oder homosexuellen Partner praktiziert werden. Der eigene oder fremde Kot wird dabei häufig auf dem eigenen oder fremden Körper verschmiert. Diese Neigung kann für einige Menschen auch bis zur Koprophagie, dem Essen der Exkremente, reichen. Aufgrund der Bakterien- und Pilzkonzentration im Stuhl birgt diese Sexualpraktik ein gesundheitliches Risiko. Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten vom Schleimhautkontakt mit Kot absehen. Kaviar-Sex wird als ein von der Norm abweichendes Sexualverhalten gewertet. Daten über die Häufigkeit koprophiler Neigungen sind kaum bekannt. Koprophile Pornos bilden eine stabile Marktnische im Porno-Angebot. Obwohl eine gewisse Verbindung zu Urin-Spielen besteht, ist eine Neigung zur Urophilie nicht zwangsläufig, und Urophile interessieren sich in der Regel nicht für Kot-Spiele. Zu unterscheiden von sexueller oder im weitesten Sinne krankhafter Koprophilie (Kopropraxie, Koprolalie) sind beispielsweise pädagogische oder literarische Beschreibungen (z. B. in Gargantua und Pantagruel von Rabelais).


Klinikerotik:

Bei der Klinikerotik handelt es sich um einen Sammelbegriff aus dem Bereich des BDSM. Hierbei werden sexuelle Praktiken, im Kontext mit Situationen von ärztlichen Behandlungen, Krankenhausaufenthalten oder medizinischen Untersuchungsmethoden meist in ein erotisches Rollenspiel, beispielsweise als Arzt und Patient, zwischen einvernehmlichen Sexualpartnern einbezogen. Eine Verbindung zum sexuellen Fetischismus kann sich neben der Wahl der Materialien auch in den Kostümen selbst ausdrücken, die häufig auch aus Latex hergestellt werden. Der Begriff wird oft synonym zu Doktorspiel, Kliniksex oder Weiße Erotik gebraucht. Letzterer Ausdruck leitet sich von der für medizinisches Personal stereotypischen weißen Kleidung ab. Der englische Begriff Medical Play kann sowohl das erotische Rollenspiel wie auch Rollenspiele bezeichnen, die beispielsweise mit Kindern zur schonenden Einstimmung und Vorbereitung auf Krankenhausaufenthalte oder Untersuchungen durchgespielt werden. Typische Praktiken, die auch in anderen erotischen Rollenspielen und im BDSM eingesetzt werden sind beispielsweise Klismen, Nadelungen, Prostatamassagen, simulierte Operationen oder Kastrationen und die Verwendung einfacherer Hilfsmittel wie Verbandsmaterialien zu Fixierung, Gummihandschuhen und Desinfektionsmittel. Darüber hinaus gibt es etliche Praktiken, die mit einem höheren Risiko verbunden sind und die nicht ohne entsprechende Erfahrung eingesetzt werden sollten.


Klinikraum:

Raum in einem Bordell oder im Studio einer Hure oder Domina, der wie ein Klinikraum oder eine Arztpraxis eingerichtet ist und sich für Doktorspiele der Erwachsenen eignet. Zumeist sind solche Räume mit einem gynäkologischen Stuhl und einerLiege ausgesattet, an der zum Beispiel Einläufe gegeben werden können. Ein Klinkraum wird auch "Weißer Raum" genannt.


Klistier:

Das Klistier ist in der Erotik vor allem bei Männern außerordentlich beliebt, Klistierspiele werden deshalb von zahllosen Bordellen, einzelnen Huren und Dominas angeboten. Beim Klistieren wird auf unterschiedliche Arten eine große Menge Wasser in den Darm geleitet. In der Erotik hat das Klistier mehrere Wirkungen:

Zum einen wirkt es erniedrigend, zumal, wenn der Anwender gezwungen wird, das Wasser über längere Zeit im Körper zu behalten. Deshalb wird es in der BDSM-Szenerie gerne verwendet, bevor weitere „Behandlungen“ des Spielers stattfinden, der über das Klistier auch „empfänglich“ dafür gemacht werden soll. Bei extremen BDSM-Spielen spricht man auch von Strafklistieren, wenn die Anwendungen reizende Beimischungen enthalten und die Flüssigkeit sehr lange im Körper behalten werden soll. Auch vor Anal-oral-Verkehr werden gerne Klistiere als Darmspülungen zur Reinigung verabreicht.


Kratzerotik:

Kratzerotik ist diejenige Lust, die darin besteht, dem Partner die Oberhaut mit dem Fingernagel zu zerkratzen. Bereits in ältesten Quellen (unter anderem im Kamasutra) wird diese Form der „Wildkatzenerotik“ beschrieben und neben dem Beißen als Lust steigernde Maßnahme bei der Liebe hervorgehoben. Nachdem in früheren zeiten immer die natürlichen Fingernägel benutzt wurden, die sehr leicht brechen, werden heute zumeist künstliche Fingernägel eingesetzt. Professionelle Damen, die sich auf das Hautkratzen spezialisiert haben, verwenden neben den Fingern auch besondere Schmuckstücke und andere Hilfsmittel, um das Kratzen schmerzlicher und eindrucksvoller zu gestalten.





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